Der schnöde Mammon

die Welt aus Glas in unseren Händen Gestern sah ich einen Report Mainz Bericht auf ARD zum Thema Vertreibung für Bioprodukte, für Palmöl. Der Bericht hat mich bewegt und daher bin ich heute etwas negativ. Ostern steht quasi vor der Tür und man fragt sich, womit man die lieben kleinen sinnvoll beschenken kann. Möglichst ohne, dass für ihren Genuss irgendwo auf der Welt Kinder ihr zu Hause verloren oder Kakao ernten mussten oder Ozeane verseucht und Urwälder abgeholzt wurden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Greenpeace Kampagne (das Video ist nur für hart gesottene) und dem o.g. Fernsehbericht ist mir selbst beim Kauf von Osterhasen aus BIO Schokolade nicht mehr ganz so wohl. Die Zertifikate über fairen Handel und sinnvollen Landbau sollen uns, die wir sehr weit von den Anbaugebieten auf anderen Kontinenten entfernt wohnen, doch zeigen, dieses Produkt ist gut. Das kannst du ohne Bedenken kaufen! Weit gefehlt. Ich habe manchmal das Gefühl, solange Menschen damit Geld verdienen können, werden immer irgendwann die eigenen Grundsätze wegen des höheren Gewinns über den Haufen geworfen. Und plötzlich sind dann auch Umwelt und Nachhaltigkeit nicht mehr ganz so wichtig, wie es in den Broschüren steht. Vielleicht kommt das daher, dass die verantwortlichen Personen realisieren, dass schon eine Menge auf der Welt kaputt ist und sie den Glauben verloren haben, dass man noch etwas richten kann. Und die Menschen haben in den vergangenen 150 Jahren schon eine Menge zerstört. Schaut euch hierzu einfach mal den Film HOME auf YouTube an. Wer die Hoffnung auf eine bessere Welt verliert, rennt scheinbar nur noch dem schnöden Mammon hinterher. Hauptsache mir geht es jetzt gut. Was kümmert es mich, was morgen ist.

Nein! Weckt einander auf! Sagt es allen: Es ist möglich, die Welt zu verändern! Auch wenn hierzu viel, sehr viel harte, gemeinsame Arbeit notwendig ist – es lohnt sich. Das große Ziel “Frieden auf Erden und eine gute Gesinnung für Jedermann” (aus Sneakers – Die Lautlosen, 1992) wird zwar noch etwas dauern, aber es sind die vielen kleinen Schritte, die zählen.

In Sachen Ostereier kenne ich für dieses Jahr schon unsere Quelle. Die liebe Tante meiner Frau wohnt eher ländlich und hält zur Selbstversorgung ein paar Hühner. Was ihre Hühner zu fressen bekommen ist in Ordnung und deren Eier kann man ohne Sorgen essen. So viel Einblick hat man aber leider nicht immer.

Foto: © hofschlaeger / PIXELIO

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3 Responses to Der schnöde Mammon

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  2. Bio-Robert says:

    Hallo, ich habe den Jungs von der Biohandel diesen Artikel aus den Händen gerissen, damit es allen etwas besser gehen kann: http://biocompany.eu/archives/1153-Bio-Palmoel-weitere-Infos.html Grüße in den hohen Norden!

  3. Kay Jarchow says:

    Vielen Dank für die Zusatzinformationen. Sehr aufwühlend das Ganze. Gut zu lesen, dass sich die betroffenen und verantwortlichen Personen doch bewegen und nicht alles verloren ist.
    Beste Grüße aus dem Norden
    Kay

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